Fr
08
Jan
2010
Neulich in einem bekannten Fast Food Restaurant
Das völlig barrierefreie WCAm Montag nichts wissend besuche ich mit einer Freundin das "Gelbe M" in Linz-Dornach.
Ich muss sagen der Umbau ist wirklich gut gelungen es schaut recht edel aus auch die neue Kaffee Kette kann sich wirklich sehen lassen. Das Frühstück war gut und ich war froh eine gute Freundin wiedermal zu treffen.
Dann erlebe ich mein "Blaues Wunder" ich gehe auf das WC und was muss ich bemerken. Es gibt genau eine Behinderten-Toilette. Natürlich, wie soll es anders sein, in Kombination mit dem Wickelraum und auf der Damentoillette.
Ich als Frau, habe da jetzt nicht so ein Problem damit, aber wie muss Man(n) sich da vor kommen - wiso ist es nicht möglich, wenn man ein Gebäude umbaut, so zu planen dass es für beide Geschlechter ein barrierefreies WC gibt?
Liebe Architektinnen es geht nicht nur um Schönheit, sondern auch um Funktionalität. Fragt doch bitte einfach mal betroffene Menschen, das kann es doch nicht sein...
Sa
07
Nov
2009
...aus aktuellem Anlass

...bevor ich jetzt mit meinen Vorbereitungen zu Finanzmanagment weitermache habe ich mich entschlossen, noch einen kurzen Update auf meinem Blog zu machen....
In den letzten Wochen hat sich vieles getan, ja mein Leben scheint nie fad zu werden und ist eigentlich wie eine Achterbahn. Die Besetzung des HS1 der JKU ist nun vorbei - schade eigentlich und das ist meine ganz persönliche Meinung. Ich hatte eigentlich immer gemischte Gefühle. Zuerst dachte ich mir, dass eine Besetzung bei uns in Linz eigentlich nichts bringt, haben doch die Linzer Studierenden eher den Ruf sehr unpolitisch zu sein, da ja bei uns eh alles soooo "super" ist. Dem scheint es doch nicht so. Eine Gruppe engagierter StudentInnen schlossen sich zusammen und besetzten den Hörsaal 1 der neu umbenannten LSU "Ludwig Scharinger Universität" Was für mich sehr spannend war und auch noch ist, ist dass die Barrierefreiheit ein großes Thema war, sogar so groß dass es für Ö3 erwähnenswert war und dies ist nicht oft der Fall.
Jedenfalls war und bin ich mit den BesetzerInnen solidarisch bin doch auch ich StudentIn der LSU ah, äm räusper JKU!
So, nun wünsche ich noch allen StudentInnen viel Erfolg bei der Vorbereitung zu den diversen anstehenden Klausuren!
Eure Silke
So
25
Okt
2009
Trotzdem - Menschen mit besonderen Lebensmut
Quelle: http://www.residenzverlag.at/?m=30&o=2&id_program=28&id_title=1239 Zugriff: (2009-10-25)...dies ist der der Titel eines Bildbandes der heute in der "Krone Bunt" vorgestellt wurde. Ja ich weiß ich muss mich schon wieder entschuldigen, ja wir haben ein Krone Abo. Dies kann aber manchmal auch ganz nützlich sein.
Die Autoren des Bildbandes besuchten 20 Menschen mit besonderen Schicksalen. Unteranderem auch Helene Jarmer die erste österreichische gehörlose Abgeordnete der Grünen. Lest man so über sie draue ich mich wirklich zu behaupten, dass es viele Parallelen zwischen ihr und mir gibt. Frau Jarmer war die 1. gehörlose Studentin in Wien. Ich bin die 1. WiPäd Studentin im Rollstuhl in Linz (zumindest wenn man von einer geburtsbedingten Behinderung ausgeht). Auch sieh engagierte sich bei den jungen PolitkerInnen, naja das mache ich auch. Sie bezeichnet sich in dem Krone Text als eine Eisbrecherin, auch ich sehe mich so. Ich glaube ich konnte schon vielen Menschen zeigen, dass ein Leben mit Behinderung ein schönes Leben sein kann, vorausgesetzt man wird wenigstens so halbwegs von der Gesellschaft akzeptiert und der Unterschied zwischen "Normal und nicht Normal" kann einwenig ausgeblendet werden.
Ich glaube, dass dieser Bildband einer meiner nächsten Käufe sein wird. Es ist immer wieder gut über anderer Schicksale zu lesen, dann relativiert sich die eigene Geschichte einwenig. Ich würde mir wünschen, dass es noch viele andere junge engagierte Menschen geben wird die in der Gesellschaft etwas bewegen wollen und mehrere Knöpfe in den Gedanken der ÖsterreicherInnen lösen wollen.
Nur so kann es gehen, dass zum Beispiel jeder Beruf für Jede und Jeden zugänglich gemacht wird. Hierzu fällt mir auch ein guter Übergang zu den derzeitigen Geschehnissen im Wiener Audimax ein. Ja lieber Herr Hahn Selektion kann vieles schlechte anrichten, sehen Sie sich mich an. Hätte ich den "ExpertInnen-Meinungen" folge geleistet könnte ich jetzt gar nicht gehen, schreiben und geschweige denn studieren. Ich wäre in einer Sonderschule versumpft und unterfordert gewesen nur weil ich nur kurze Strecken gehen kann und sich meine Motorik nicht ganz nach den Zeitvorgaben im österreichischen Schulsystem richtet und ich länger Zeit zum Schreiben brauche. Mit ihren vorgeschlagenen Einstiegstest wäre mir warscheinlich auch wieder eine Türe verschlossen worden und ich könnte nicht WiPäd studieren, zugegeben manchen Menschen wäre das wahrscheinlich lieber, ja diejenigen die sich angesprochen fühlen sollen, wissen schon Bescheid. Ach ja und bei mir ist es sicher nicht der Fall, dass ich nicht in der Mindesstudienzeit studieren werde weil ich zu Faul bin, nein erstens weil ich etwas langsamer bin und das wird hald immer so bleiben und zweitens weil ich mich in der Hochschulpolitik einbringe und dies auch einiges an Energie kostet, aber würden WIR das nicht tun, wären die Bedingungen für uns StudentInnen nicht so gut wie sie sind.
Ja, ich sehe mich auch als Eisbrecherin oder Pionierin, aber das war ich schon in so vielen Situation die ich jetzt gar nicht aufzählen will und kann. Ich glaube ich bin ein Mensch mit besonderen Lebensmut nicht zu letzt auf Grund der vielen MitstreiterInnen an der JKU Linz und somit auch meinen FreundInnen. Danke, dass ich euch alle kennenlernen durfte.
Eure Silke
Mi
21
Okt
2009
Der beste Hund der Welt
"Mein Superhund"Der Beste Hund der Welt liegt gerade im Seminarraum des hochmodernen Science Park der JKU unter meinem Tisch.
Meine Wendy und ich gibt es nun schon seit 11 Jahren im Team. Ich möchte keinen einzigen Tag mit ihr missen.
Heute ist wieder so ein Tag wo mir das richtig bewusst wird. Mein Hund geht das erste Mal mit mir in das neue Gebäude des Campus. Sie kennt die Lifte nicht, sie kennt die Türen nicht, sie kennt den Boden nicht. Doch sie kennt mich und das ist das wichtigste für sie.
Wendy hat ja nun doch schon 12 Jahre auf dem "Buckel" und es gibt Tage da ist das Leben hald doch schon sehr mühsam für sie. Aber ihr Motto ist glaube ich "Dabei sein ist alles"
...also sie betritt mit mir den Park, man merkt alles ist neu sie geht ein total "schönes" Fuß mit mir, wow ich bin begeistert auch nach 10 Jahren funktioniert das gut. So einen Musterhund muss man in ein öffentliches Gebäude lassen. Wir betreten den Lift der für uns "Beide" nebeneinander zu klein ist. da ich sehen will was sie macht schicke ich sie "Voran" sehr gut sie ist drinnen, ich rolle nach. Es ist 13:15 wir haben noch etwas Zeit also bekommt sie auf der super tollen "Rollstuhl WC Anlage" eine Schüssel Wasser vor die Nase...sie verschämt es wie soll es auch anders sein mein Hund ist ja kein Goldi sondern ein "Wüstenschiff" *gg*
Ich muss noch kurz was kopieren, dort wo der Kopierer steht ist es sehr eng, also muss sie ein "Platz und Bleib" um die Ecke machen, Kein Problem für meinen Hund - ich komme nach 10 Seiten kopieren wieder zurück und mein Hund liegt keinen Millimeter von der Stelle entfernt wo ich sie abgelegt habe.
So...jetzt gehen wir in den Seminarraum, tolle schwere Glastür. Geht sich nie aus, dass wir gemeinsam rein gehen. Ich ziehe die Tür auf "Sitz und Bleib" fahre durch...drehe mich um öffne ihr die Tür von innen. "Komm" So Hund ist im Raum ich suche ein ruhiges Plätzchen. "Go In" Hund liegt unter dem Tisch und schläft und ich widme mich jetzt dem Finanzmanagment.
Ja, ich habe den besten Hund der Welt
Lg. Silke
So
18
Okt
2009
!Soziale Kompetenzen und Führungsstile!
Weitblick?Seit dem Zeitpunkt der Ernennung zur Sozialreferentin der ÖH Linz besteht mein Leben aus viel Organisationsarbeit, Sitzungen und Diplomatie.
Erst jetzt ist mir bewusst wie wichtig es ist Seminare zur Retorik, Moderationstechniken und Teamleading besucht zu haben.
Oftmals muss man als Chefin wirklich Nerven wie Drahtseile haben um Konflikten aus dem Weg zu gehen beziehungsweise diese zu entschärfen. Faktum ist, dass mir diese Erfahrungen die ich jetzt gerade mache niemand mehr nehmen kann. Manchmal geht es hald nur wirklich schon an die Substanz und da ist man dann froh, wenn man Rückhalt in der eigenen Organisation findet.
Doch die Arbeit besteht nicht nur aus nervenaufreibenden Dingen. Es ist auch schön mitzubekommen, dass man ein Team voller Tatendrang und Ideen hat, das genauso, wie ich selbst versucht die Bedingungen für die StudienkollegInnen zu verbessern.
Leider muss man dann immer feststellen, dass das viel "Drumherum" für den/die "0815" StudentIn nicht sichtbar ist.
Eines musste ich auf jeden Fall feststellen, der Laissez-fair Fürhrungsstill ist wirklich nicht ideal. Außerdem muss ich von meinem Vorsatz, nicht die "Chefin" zu sein und ein eigenständiges Team in Fachbereichen zu führen ein kleinwenig abrücken.
Ich glaube ich entscheide mich für den Kooperativen Führungsstil entscheiden. Hierzu gibt es einen interesanten Artikel auf der Homepage von Prof. Werner Stangl. Lehrbeauftragter am Institut für Pädagogik und Psychologie an der JKU Linz:
Kooperativer Führungsstil
Beim kooperativen Führungsstil ist die Trennung von Entscheidung, Ausführung und Kontrolle gemildert. Durch das Prinzip der Delegation werden die Entscheidungen auf diejenige betrieblich Ebene verlagert, welche die größte fachliche Kompetenz besitzt (Partizipation der Mitarbeiter). Da sich die Mitarbeiter im Gegensatz zur autoritären Führung selbst kontrollieren, löst die Selbstkontrolle die Fremdkontrolle ab. Die Mitarbeiter haben außerdem Kontrollrechte gegenüber den Vorgesetzten. In Mitarbeiterbesprechungen stellt der Vorgesetzte mit seinen Mitarbeitern interpersonale Kontakte her. Die Einschätzung der Mitarbeiter erfolgt bei der kooperativen Führung meist nach dem Menschenbild der Theorie Y Mc Gregors.
Die Vorteile des kooperativen Führungsstils liegen vor allem in den sachgerechten Entscheidungen, der hohen Motivation der Mitarbeiter und der Entlastung der Vorgesetzten. Gleichzeitig werden die Mitarbeiter in ihrer Entwicklung gefördert. Der kooperative Führungsstil kann jedoch die Entscheidungsgeschwindigkeit verlangsamen und verzögern, was als Nachteil anzusehen ist.
In diesem Sinne ist Management "eine Mischung aus Politik - manchmal auch deren Fortsetzung mit anderen Mitteln - Kunst, Wissenschaft und Menschlichkeit". (Michael J. Pabst, amerik. Biochemiker u. Hochschullehrer a.d. University of Memphis/Tennessee)
Silke Haider - Weil ich,
über den Tellerrand blicke!