Di
20
Jul
2010
Ich bin ja nicht ausländerfeindlich aber...
von Gerhard Cromme (Vorstandsvorsitzender Thyssen Group bis 2001) "Menschen aus andern Ländern bringen die Freundschaft und die Vielfalt der Welt zu uns."
Wie ich diese Aussage nur hasse... Dennoch kommt sie mir fast jeden Tag unter...
Was ich grad sehr arg finde ist die Tatsache, dass sich diese Aussage auch in meinem nähren Umfeld grad abspielt. Am schlimmsten finde ich es jedoch wirklich, wenn Erwachsene nicht fähig sind, solche Dinge nicht neben den Kindern zu sagen. Dann kommt es soweit, dass eine Neunjährige sagt, ja diese "scheiß" Türken! Ich meine Leute, was soll das wie soll ein Kind wissen, was es da überhaupt sagt! Was soll diese elendige AusländerInnen-Hetzte. Wer würde denn die "Drecksarbeit" bei uns machen, seien wir uns ehrlich die meißten ÖsterreicherInnen sind sich doch zu gut für diese Arbeiten. Klar, ist das wieder ein Vorurteil, ich bin mir aber fast sicher dieses Vorurteil bestätigt sich!
Mich ärgert das wirklich. Ich muss sagen meine Eltern haben sich immer korrekt verhalten, nie nie gegen AusländerInnen geschimpft, daher resultierte dann auch das ich einige gute ausländische FreundInnen habe und hatte. Was ist den der Unterschied, die Sprache? Das Aussehen? Das sind für mich alles austauschbare Atribute!
Denkt mal drüber nach!
Fr
16
Jul
2010
Enzo - Die Kunst ein Mensch zu sein
Lesesommer die 2. auch so könnte mein nächster Blogartikel heißen. Nachmittags ist immer Lesezeit, ach wie schön ist es im Garten unter dem Sonnenschirm Bücher zu lesen die man wirklich lesen will (-:
Enzo ist ein Hund der schon längst herausgefunden hat was der Unterschied zu ihm und seinem Menschen ist. Sein Daumen der nicht mehr vorhanden ist und sein Gang. Aber Enzo weiß er wird ein Mensch werden. Wenn er seinen Dany nur alzugenau beobachtet, wird er ein Mensch werden.
Zu Beginn ist das Buch recht traurig weil es mit dem Ende eines Hundelebens anfängt. Doch dann erleben die LeserInnen das Leben von den zwei Kerlen, von denen einer vier Pfoten hat mit. Neben der Geschichte des Hundes steht vorallem der verlorengegangene Kampf um Eve, Danny's Frau. gegen einen Gehirntumor im Vordergrund. Als ob das nicht genug wäre, wollen nun die Eltern von Eve auch noch das Sorgerecht von Zoe. Dany kämpft um seine Rechte, Enzo steht ihm immer bei! Bis zum letzten Tag und bis zu dem Tag an dem Dany mit Zoe nach Italien geht um für Ferrarie Autos zu testen!
Eine bewegende Gechichte, die mal wieder beweist das Trivialliteratur nicht nur trivial sein muss! Wie oft habe ich mir nicht schon gedacht, dass mich meine Wendy auch versteht!
Fr
09
Jul
2010
Silke's Lesesommer
Sommerzeit ist Lesezeit und das nehme ich mir auch im Juli Nachmittags zu Herzen! Im laufenden Sommer möchte ich euch hier meine Bücher vorstellen:
Engelspfade - oder es könnte auch meine Lebensgeschichte sein!
Das Buch Engelspfade handelt von der 22jährigen Cass, sie ist Schaulspielstudentin und jetzt im Moment wieder bei ihren Eltern da gerade Ferien sind. Nach einer Diskussion mit ihrer Mutter (über den unerwünschten Freund) bricht Cass mit dem Auto auf, das Schrecklichste tritt ein, Cass hat während einem Telefonat mit ihrer Mutter am Steuer des Autos einen Unfall.
Diagnose: Querschnittlehmung
Als sie im Krankenhaus aufwacht spürt sie ihre Beine nicht mehr und der Arzt sagt ihr unverblümt: "Sie werden nie wieder laufen" können. Alles vorbei, kein Leben mehr, keine Freunde, keinen Freund, keinen Sex, kein reiten mehr, nichts - so schießt es ihr durch den Kopf.... Doch dann tritt Ticket in ihr Leben "ihr Helferhund" Außerdem wendet sich nach einem Schikurs für Menschen im Rollstuhl alles zum Guten, denn da ist ja noch...
Gut recherchiert - spanned bis zum Schluss
Die Autorin, Alice Peterson hat gut gearbeitet, entweder durch eigene Erfahrungen oder durch gute Recherche konnte sie die Gefühle und den Weg von Cass der Realität ganz gut nachempfinden und glaubt mir ich weiß das (-:
Mein Ticket ins Glück, wie die Autorin immer schreibt ist Wendy,
Meine Querschnittlähmung ist die spastische Diplegie die mein Leben begleitet
Meine Herausforderung ist das Studium und die Hochschulpolitik
Dieses Buch bietet soviel Parallelen, dass es erschreckend ist.
4 von 5 Silkes Lesepunkten
- ein Abzug, es hätte ruhig noch weitergehen können!
So
27
Jun
2010
Die Politik - Zutritt nur für "Normalos?"
Es stehten die Lantagswahlen Wiens an: Die Organsiation Bizeps hat die einzelen Parteien aus dem Wiener Rathaus gefragt, warum keine Menschen mit Behinderungen an wählbare Stelle gesetzt werden.
Die Antworten fielen verschieden aus:
SPÖ
Den Vogel abgeschossen hat wieder einmal die SPÖ wie schon so oft, wenn es um Behindertenthemen geht. Deren Landesparteisekretär, Abg. Christian Deutsch ging mit keinem Wort auf unsere Forderung ein sondern betonte, dass "die Anliegen behinderter Menschen für die SPÖ Wien besonders wichtig" sind und sich seine Partei deshalb "für die Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderung" einsetze.
Auch mache seine Partei nicht nur "Politik für, sondern vor allem mit behinderten Menschen".
Einen breiten Raum der Antwort nahm die Aufzählung der Aktivitäten der Stadt in diesem Bereich inklusive der damit verbundenen Ausgaben ein. Den Abschluss machte die ungemein beruhigende Aussage "… möchte ich Ihnen versichern, dass sich Menschen mit Behinderung auf die Stadt Wien und die Sozialdemokratie verlassen können."
ÖVP
Etwas trickreicher ging es die Wiener ÖVP an. Dem Hoffnung machenden Einleitungssatz "Menschen mit Behinderung haben einen wichtigen Stellenwert in der ÖVP Wien!" des Landesgeschäftsführers, Stadtrat Norbert Walter, MAS folgen aber weder Taten noch konkrete Zusagen.
Vielmehr wird der Versuch unternommen unsere Forderung nach einer Selbstvertretung mit der Einsetzung einer nichtbehinderten Politikerin, die eine behinderte Tochter hat, als erfüllt hinzustellen. Unabhängig davon, dass die angeführte Abgeordnete sehr engagiert ist, ist genau das passiert, was wir in unserem Schreiben als nicht akzeptabel angeführt hatten.
Anschließend wurde mit der Begründung, die Kandidatenlisten für die kommende Legislaturperiode seien noch nicht erstellt wurde das Eingehen auf unsere Forderung ganz einfach verweigert. Als Trost allerdings wurde uns versichert, dass Herr Dr. Franz-Joseph Huainigg beim Bund und Frau Karin Praniess-Kastner in Wien unsere Interessen bestmöglich vertreten.
Grüne
Gar nicht gut schnitten die Grünen ab. Deren Klubobfrau Mag. Maria Vassilakou bejahte vollinhaltlich unsere Forderung teilte uns aber mit, dass bei der bereits erfolgten Wahl der Kandidatenliste im vergangenen November kein/e Kandidat/in mit einer Behinderung zur Verfügung gestanden ist.
Leider dürfte der Politikerin in der Fülle ihrer Geschäfte völlig entgangen sein, dass damals sehr wohl ein Mensch mit Behinderung kandidiert hat: Sein Name ist Carlos Mendez. Leider wurde er nicht an wählbarer Stelle gereiht.
FPÖ
Ganz anders hingegen die Reaktion der Wiener FPÖ. Deren Landesvorsitzender, Abg. Christian Strache hat es vorgezogen, auf unser Schreiben gar nicht zu antworten. Da konnte er auch nichts falsch machen.
Taja, leider muss man sagen, dass es in Oberösterreich nicht anders aussah!
Abseits der Landespolitik kann ich sagen, dass auch ich bei der nächsten ÖH-Wahl eine Wiederkandidatur anstrebe. Desweitern kann ich euch versprechen, dass ich mich auch im kommenden Jahr für die Rechte der beeinträchtigten Studierenden an der JKU aber auch darüberhinaus einsetzen werde! Dennoch würde ich mir wünschen, dass mehr Menschen mit Behinderungen an der Politik interessiert sind und ihnen auch die Chance gegeben wird mitzumischen!
Dieser Text stammt von der Internetseite: www.bizeps.or.at "Zugriff 27.Juni 2010